Das Ensemble
- Christian Sprecher
- Giulia Varrone
- Martin Schulthess
- Leonie Bandli
- Pascal Streiff
- Eliane Barth-Poltera
- Patrik Geeser
- Lucretia Sigron
- Marcus Schumann
Christian Sprecher
Rollenname, Rolle (folgt)
Christian ist in Arosa geboren und aufgewachsen und lebt heute in Chur. Ursprünglich machte er eine Lehre als Konditor-Confiseur bei Maron in Chur, bevor ihn sein Weg auf die Bühne führte. Nach seiner Schauspielausbildung in Köln stand er viele Jahre vor allem in Deutschland auf der Bühne. Als Ensemblemitglied war er unter anderem am Badischen Staatstheater Karlsruhe, am Staatstheater Kassel und bei der Shakespeare Company Berlin tätig. Weitere Engagements führten ihn unter anderem ans Schauspiel Köln, ans Theater Ravensburg sowie an die Philharmonie Luxemburg. Zudem war er in verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen zu sehen.
Nach über zwölf Jahren in Deutschland zog Christian Sprecher 2014 zurück in seine Bündner Heimat. Seitdem arbeitet er als Schauspieler und Sprecher. In Graubünden war er unter anderem am Theater Chur, in der Klibühni Chur sowie in verschiedenen freien Produktionen zu sehen. Seine Stimme ist vielen auch ausserhalb des Theaters vertraut, zum Beispiel als frühere Station Voice von Radio Südostschweiz, durch Dokumentarfilme der SRF-Reihe «NZZ Format», durch diverse Radio- und TV-Spots, unter anderem für Graubünden Ferien, sowie durch Produktionen rund um Gian und Giachen.
Als diplomierter Stimm- und Sprechtrainer begleitet Christian Sprecher Menschen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Medien, Recht und Pädagogik, unter anderem an den Pädagogischen Hochschulen Luzern und Zürich. Dabei verbindet er seine Bühnenerfahrung mit präziser Arbeit an Stimme, Sprechen, Auftritt und Präsenz. Im Winter unterrichtet er gelegentlich seine Stammgäste bei den Privaten Ski- und Snowboardlehrern Arosa in seiner Heimat.
Als Schauspieler interessiert ihn besonders der genaue Blick auf Menschen: ihre Widersprüche, ihre Komik, ihre kleinen Eitelkeiten und die Momente, in denen sie sich selbst im Weg stehen.
Giulia Varrone
Rollenname, Rolle (folgt)
Im Jahr 2016 entschloss sich Giulia Varrone ihre eher trockenen Bankerfahrungen hinter sich zu lassen und verabschiedete sich für einige Jahren von der Schweiz. Schon während ihrer Schauspielausbildung in New York, übernahm sie einige Haupt- & Nebenrollen in verschiedenen Off-Broadway Theater. In dieser spannenden, lehrreichen und pulsierenden Zeit sammelte sie die ersten richtigen Bühnenerfahrungen als Amy im Drama «Tape» von Stephen Belber sowie in Neil LaButes Komödie als Steph in «Reasons to be pretty» und als Jo im Drama «A Taste of Honey» von Shelagh Delaney».
Ihr Interesse an Regie wuchs in ihrer Zeit in New York enorm. «Split Second» war das erste Regieprojekt, bei welchem sie neben Bruce McCarty die Regieassistenz übernehmen durfte. Daraufhin folgte ein weiteres Regieassistenzprojekt in Rom. In Carlo Fuscos Film «The Final Code» & «Valle Paradiso» konnte sie erste Erfahrungen im Film sammeln.
Zurück in der Schweiz fasste Giulia Varrone innert Jahresfrist Fuss in der nationalen Szene. Als Regiehospitanz durfte sie das Projekt «Ein Jahr der Ruhe und Entspannung» neben Yana Ross begleiten. Daraufhin folgte ein grösseres Regieprojekt. Sie wurde 2022 als Regisseurin für die erste interaktive Spieleshow der Schweiz engagiert. Im gleichen Jahr hatte Giulia Varrone das Glück als Zürcherin bei der Theater Produktion Chur für die Rolle als «Susanna» im ersten Stück «Das (perfekte) Desaster Dinner» zu überzeugen. Ausserdem durfte sie die daraufhin folgenden Jahren Haupt- & Nebenrollen in der Theater Produktion Chur mitmachen. Ich fühle mich geehrt und bedanke mich zu tiefst dafür, dass ich bereits zum fünften Mal in Chur Gast sein darf.
Martin Schulthess
Rollenname, Rolle (folgt)
Geboren und aufgewachsen in Winterthur Wülflingen entdeckt Martin früh die Freude am selbstinszenierten Spiel. In einer Zeit, in der das Fernsehen in der Nachbarschaft kaum präsent war, gehörten gemeinsam erfundene Szenen mit seinen Brüdern zum Alltag – sofern nicht gerade Haus , Holz oder Gartenarbeiten anstanden. Schon im Kindesalter zeigte sich seine grosse Leidenschaft für das Theaterschaffen.
1972 wurde Martin von Elisabeth Schalcher eingeladen, im Theater «Little Globe», dem Vorunterricht für die Schauspielschule, mitzuwirken. Diese frühe Bühnenerfahrung prägte ihn nachhaltig. Später führten ihn viele Jahre in der Alpwirtschaft sowie Reisen während der saisonalen Ruhepausen zu einer längeren Theaterabstinenz, bevor er erneut zum Spiel zurückfand.
Durch seine Ausbildung zum Psychiatriepfleger lernte er das Theater Muntanellas und dessen Regisseur Philipp Lenz kennen. Unter dessen Leitung wirkte er in zahlreichen Produktionen mit und entwickelte seine schauspielerische Handschrift weiter. Es folgten Auftritte bei den Churer Freilichtspielen, unter anderem in «Der Revisor» (Regie: René Schnoz), «Der Menschenfeind» (Regie: Andrea Zogg) und «Das Sparschwein» (Regie: Gian Gianotti).
Mit Spannung und Zuversicht blickt er nun auf die Produktion «Schöne Bescherung» im Jahr 2026 – gemeinsam mit teilweise neuen und unbekannten Theaterkolleginnen und Kollegen auf der Bühne stehen zu dürfen.
Leonie Bandli
Rollenname, Rolle (folgt)
In Ilanz geboren und aufgewachsen, findet sie früh Zugang zu Sprache, Geschichten und den besonderen Momenten, die eine Bühne erschafft. Schon als Kind fasziniert sie die Kraft des Spiels, das Zusammenspiel von Körper, Stimme und Fantasie. Heute lebt und arbeitet sie in Chur, wo sie ihre Leidenschaft für das Theater kontinuierlich vertieft und weiterentwickelt.
Angesteckt vom Theatervirus wurde sie bei der Theatergruppe Valendas, deren Ensemble sie bis heute mit grosser Verbundenheit angehört. Es folgten zahlreiche weitere Auftritte, unter anderem bei den Freilichtspielen Chur, der Freien Bühne Chur, den Muntanellas, im Theater Chur, in der Klibühni Chur sowie bei Origen. Jede dieser Stationen hat ihren Blick auf das Spiel geschärft und ihre künstlerische Handschrift geprägt.
Auch vor der Kamera fühlt sie sich zuhause: Zuletzt war sie in der RTR Serie «L’ultim Rumantsch» zu sehen und zeigte dort erneut ihre Vielseitigkeit, Präsenz und natürliche Ausstrahlung. Mit jeder neuen Produktion sucht sie die Herausforderung, Figuren lebendig werden zu lassen und Geschichten mit feiner Präzision zu erzählen.
Pascal Streiff
Rollenname, Rolle (folgt)
Pascal wächst in Untervaz auf, wo er im jährlichen Theater des Jugendvereins seine ersten Bühnenerfahrungen sammelt. Schon früh zeigt sich seine Freude daran, in unterschiedliche Rollen zu schlüpfen und Geschichten lebendig werden zu lassen. Die Begeisterung für das Auftreten vor Publikum begleitet ihn bis heute – als Lehrer macht er sich das Unterhalten und Vermitteln sogar zum Beruf.
Während und nach seinem Studium zum Sekundarlehrer steht Pascal Streiff auf verschiedenen Bühnen im Kanton Graubünden. Besonders prägend sind seine Engagements bei der Theatergruppe Flims, wo er eine Vielzahl von Figuren verkörpert. Die Rolle des Meisterboxers übernimmt er gleich zweimal: zuerst im Jugendverein Untervaz, später zum Vereinsjubiläum der Theatergruppe Flims. Dort tritt er unter anderem als Hans Brams, Prokurist, in der Komödie «Wo isch mis Köfferli», als Wirt Anton Lehner in «Im Wii ligt d’Worheit» oder als Sepp Stadler in «Jetzt kunnts nit guat» auf. Als Automobilfachmann Andi Rohner in «Garageusen» versucht er einem raffinierten Betrug auf die Spur zu kommen.
Doch Pascal Streiff steht nicht nur auf der Bühne – er übernimmt auch die Rolle des Regisseurs und inszeniert mit der Theatergruppe Flims die Komödien «Kreuzmordrätsel» und «As krumms Ding». Bei der Theater Produktion Chur ist er nach «Das (perfekte) Desaster Dinner» nun zum zweiten Mal dabei und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Regisseur Andrea Zogg sowie dem diesjährigen Ensemble.
Heute lebt Pascal mit seiner Familie in Paspels, wo er sich mit ebenso viel Herzblut wie auf der Bühne in der Vaterrolle übt.
Eliane Barth-Poltera
Rollenname, Rolle (folgt)
Eliane wächst in Chur auf, wo sie schon früh ihre Begeisterung für das Theaterspiel entdeckt. Erste Bühnenerfahrungen sammelt sie in Schultheaterproduktionen, in denen sie mit sichtbarer Spielfreude unterschiedlichste Rollen übernimmt. Die gelernte Primarlehrerin entscheidet sich später, ihre Leidenschaft zu vertiefen, und absolviert berufsbegleitend eine Ausbildung in Theaterpädagogik. Während dieser Zeit und auch danach wirkt sie in verschiedenen Ensembles mit, entwickelt eigene Soloprogramme und steht regelmässig auf unterschiedlichsten Bühnen.
Gemeinsam mit Stephan Wildhaber schrieb und spielte sie zuletzt das Stück «Homeoffice oder das Zählen von Granatapfelkernen», das mehrfach erfolgreich aufgeführt wurde. Darüber hinaus begleitet sie Lehrpersonen bei Theaterprojekten und bringt ihre pädagogische Erfahrung ebenso wie ihre kreative Energie ein. Neben ihrer Theaterarbeit ist Eliane Barth Poltera als engagierte Stadt- und Kunstführerin in Chur, Maienfeld und Bad Ragaz tätig, wo sie mit viel Herzblut kulturelle Geschichten vermittelt.
Sie lebt mit ihrer Familie in Maienfeld und steht bei der Theater Produktion Chur nun zum dritten Mal auf der Bühne.
Patrik Geeser
Rollenname, Rolle (folgt)
Patrik ist ein leidenschaftlicher Amateurschauspieler aus Bonaduz, der seit über zwei Jahrzehnten die regionale Theaterszene mitprägt. Sein Bühnendebüt gab er im Jahr 2000 bei der Theatergruppe Rhäzüns & Bonaduz – ein Moment, der den Beginn einer bis heute anhaltenden Begeisterung markierte. Seither bringt er sich nicht nur als Spieler, sondern auch hinter den Kulissen mit grosser Hingabe ein und bleibt seiner ersten Bühne bis heute verbunden.
Sein Weg führte ihn von kleineren Projekten bis hin zu gross angelegten Freilichtspielen. So war er Teil der Produktion «Ein Sommernachtstraum» der Freilichtspiele Chur. Weitere Engagements wie «Der Haken» bei der Theatergruppe Muntanellas oder zuletzt «Die Brunnenjungfrau zu Valendas» der Theatergruppe Valendas zeigen seine tiefe Verbundenheit zur regionalen Theaterlandschaft und seine Freude an vielseitigen Rollen und Formaten.
Auch bei der Theater Produktion Chur wirkte Patrik bereits in verschiedenen Projekten mit und kehrt immer wieder gerne auf diese Bühne zurück. Besonders schätzt er die Zusammenarbeit im Ensemble sowie die Möglichkeit, gemeinsam mit Profi und Laiendarstellenden packende Geschichten zu erzählen und lebendige Momente zu schaffen.
Für ihn ist Theater ein Ort der Begegnung, der Kreativität und des Ausprobierens – und zugleich der ideale Ausgleich zum Büroalltag. Mit Neugier, Spielfreude und Offenheit für neue Herausforderungen bringt er sich in jede Produktion ein, auf und neben der Bühne.
Lucretia Sigron
Rollenname, Rolle (folgt)
Das Theaterspielen begleitet Lucretia Sigron seit ihrer Kindheit. Gemeinsam mit Schulfreundinnen studierte sie auf dem Estrich erste kleine Stücke ein und entdeckte dabei früh ihre Begeisterung für die Bühne, für das Spiel mit Sprache, Körper und Ausdruck. Während ihrer Ausbildung zur Primarlehrerin besuchte sie den Theaterclub eines inspirierenden Theaterpädagogen, der ihre Leidenschaft endgültig entfachte und ihr den Weg zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Theater öffnete.
1983 wurde sie Mitglied des Theater Muntanellas. Unter der Regie des charismatischen und unvergessenen Philipp Lenz verkörperte sie über viele Jahre hinweg zahlreiche vielschichtige Frauenfiguren, die ihr schauspielerisches Spektrum prägten und erweiterten. Mit dem Stück «Offene Zweierbeziehung» von Dario Fo und Franca Rame wurde sie gemeinsam mit ihrem Bühnenpartner Martin Schulthess an ein internationales Theaterfestival nach Caracas eingeladen.
Nach dem Tod von Philipp Lenz übernahm Lina Frei die Leitung des Theater Muntanellas, unter deren Regie Lucretia Sigron weiterhin an spannenden Projekten mitwirkt. Wertvolle Erfahrungen sammelte sie zudem bei den Freilichtspielen Chur, im Politkabarett der Klibühni Chur sowie in Produktionen des tanztheater pasion, wo sie als Sprecherin auftrat. 2018 und 2021 spielte sie erneut an der Klibühni, zuletzt stand sie mit der Komödie «Für immer jung» auf der Bühne des Theater Muntanellas. Bei der Theater Produktion Chur wirkt sie nun bereits zum zweiten Mal mit.
«Theaterspielen macht mein Leben bunter, intensiver – einfach besonders.»
Marcus Schumann
Rollenname, Rolle (folgt)
Seine ersten Rollen spielte Marcusr im Chärnehus Einsiedeln, wo für ihn die Faszination für das Theater ihren Anfang nahm. Die lebendige Atmosphäre, das Zusammenspiel von Licht, Raum und Spiel weckte früh seine Neugier für alles, was auf und hinter der Bühne geschieht. Bald führte ihn sein Weg hinter die Kulissen, in den Bühnenbau – eine handwerklich vielseitige und anspruchsvolle Tätigkeit, die Präzision, Kreativität und ein gutes Gespür für räumliche Wirkung verlangt.
Diese Arbeit eröffnete ihm einen neuen Blick auf das Theater: auf die Kunst, Räume zu erschaffen, in denen Geschichten lebendig werden, und auf die Mechanik des Illusionierens, die jede Produktion trägt.
Doch die Bühne selbst liess ihn nie los. In Churwalden fand er schliesslich den Weg zurück ins Rampenlicht und entdeckte erneut die Freude am Spiel und an der unmittelbaren Begegnung mit dem Publikum. Seither wirkte er in Rhäzüns, Jenins und im Estrich Theater Untervaz in unterschiedlichsten Produktionen mit. Jede dieser Stationen hat seinen Zugang zum Theater geprägt und seine Leidenschaft für das Erzählen von Geschichten weiter vertieft.